Was Studien über Kontaktanzeigen aussagen

Immer wieder beschäftigen sich Meinungsforscher und Universitäten mit dem Thema Kontaktanzeigen und eine Menge Studien und Umfragen liefern verschiedene Ergebnisse. Im Folgenden haben wir interessante Auswertungen über Kontaktanzeigen zusammengefasst, die einen Überblick über das Nutzungsverhalten bei Kontaktanzeigen geben.

 

Die grosse Rolle des Online-Datings und der Kontaktanzeigen

Anfang 2005 führte das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag des Magazins ‚Planung & Analyse’ eine Studie zum Thema Kontaktanzeigen im Internet durch. 1000 Deutsche wurden dazu telefonisch befragt und lieferten folgendes Ergebnis:

- 11% der Männer und 5% der Frauen nutzen das Internet gelegentlich für die Partnersuche, auch mit Kontaktanzeigen. Dabei hat jeder Dritte dabei auch schon Kontakte knüpfen können.

- Zwölf Prozent können sich vorstellen in der Zukunft Kontaktanzeigen im Internet zu nutzen und 17% würden Freunden empfehlen, über Online-Kontaktanzeigen einen neuen Partner zu suchen.

- Jeder zweite gab bei der Umfrage an nur mit Personen in Kontakt zu treten, wenn diese auch ein Foto von sich veröffentlichen bei den Kontaktanzeigen. Bei 56% der Männer ist der visuelle Eindruck sehr wichtig und auch gebildete Menschen wünschen sich eine Vorab-Ansicht bei Kontaktanzeigen (58%)

- Eine weitere Frage zielte auf kostenpflichtige Kontaktanzeigen-Angebote ab. Dort können sich immerhin 6% der Befragten vorstellen, für Kontaktanzeigen auch Geld auszugeben!


"Ich-Marketing" mit Kontaktanzeigen

Schon im Jahr 2003 führte Single-Coaching.de eine Studie zum Thema Kontaktanzeige durch, die die Text- und Bildqualität von Kontaktanzeigen bewertete. Zu diesem Zweck wurden 1729 Single-Profile bei Kontaktanzeigen gesichtet und benotet, darunter 546 Profile von Frauen und 1183 Profile von Männern im Alter zwischen 18 und 63 Jahren, die im Internet einen Partner über Kontaktanzeigen suchen. Dabei kam heraus, dass zumindest 15,3 Prozent der bewerteten Kontaktanzeigen mit Text und Bild erfolgsversprechend sind.

Der Erfolg von Kontaktanzeigen steht und fällt mit dem Foto, das man dazu veröffentlicht. 72,2% enthielten aber entweder gar keine oder unvorteilhafte Bilder. Ob nun schlecht getroffen oder gegen das Licht fotografiert – solche Bilder schrecken in Kontaktanzeigen eher ab, als das sie zu einer Antwort animieren.

Der Text der Kontaktanzeigen hat in der Studie schon deutlich besser abgeschnitten, 52,3% der Kontaktanzeigen wurden als lesenswert empfunden. Diese Texte waren in den Kontaktanzeigen fehlerfrei, gut formuliert und wirkten authentisch. Viele Schreibfehler, verschachtelte Satzkonstruktionen und häufig verwendete Smileys fielen hingegen negativ in Kontaktanzeigen auf.

Aber auch an der Erreichbarkeit der Singles haperte es bei den Kontaktanzeigen – zumindest dort, wo eine eigene Email-Adresse angegeben wurde. Nachdem schon die Singles aussortiert wurden, deren Email-Adresse überhaupt nicht mehr bestand, gab es bei 2,4% der Kontaktanzeigen-Schreiber immerhin noch das Problem, dass die Postfächer überfüllt waren und die Nachrichten nicht zugestellt werden konnten.

Da die Studie aus dem Jahr 2003 stammt, ist sie zwar nicht mehr so aktuell – aber sicherlich kann man auch heute noch einige Aspekte daraus beherzigen, um mit seinen eigenen Kontaktanzeigen mehr Erfolg zu haben.

 

Internet als Kontaktbörse

Schon im Jahr 2001 fand das Marktforschungsinstitut Emnid in einer Studie im Auftrag von AOL heraus, dass das Internet immer öfter als Kontaktbörse genutzt wird. Die Studie ergab, dass bereits damals 8,9 Millionen deutsche Internet-User das Web für Kontakte und Kontaktanzeigen nutzten. 32,2 Millionen User standen dem Flirt über das Internet sogar positiv gegenüber und konnten sich vorstellen im Chat oder über Kontaktanzeigen einen neuen Partner zu finden.

So war bereits im Jahr 2001 das Internet als Ort für Beziehungsanbahnungen über Kontaktanzeigen auf dem dritten Platz der ‚Hitliste’. Beliebter waren nur noch die Disco und der Arbeitsplatz, dahinter lagen Single-Partys, Kontaktanzeigen in Zeitungen und Partnervermittlungen.

Diejenigen, die bereits Kontakte über das Internet geknüpft haben, bestätigen den Trend der Kontaktanzeigen. Über 68% pflegen ihr Kontakte online regelmässig und 34,1% haben sich auch schon mit jemandem getroffen, den sie über das Internet kennen gelernt haben. Gute Freunde haben 28,1% gefunden und ganze 10,6% hatten schon im Jahr 2001 eine Beziehung mit einer Internet-Bekanntschaft.

Damals nutzten 28,4% Kontaktanzeigen im Internet als Kennenlernhilfe. Beliebter war noch der Chat, über den immer 66,4% der Online-Kontakte zustande kam. Und auch Diskussionsforen, E-Mails und Newsgroups wurden damals gerne genutzt, um auf die Suche nach einem potentiellen Partner zu gehen.

Abschliessend wurde mit der Studie noch bewiesen, das Kontaktanzeigen und ähnliches übers Internet gerade deshalb so erfolgreich sind, weil sie durch die Anonymität mehr Selbstvertrauen bringen und auch Kontakte in der ganzen Welt ermöglichen. Auch der Faktor, dass das Aussehen nicht sofort eine grosse Rolle spielt, ist vielen der Befragten wichtig gewesen.

Natürlich sind diese Statistiken über Kontaktanzeigen nicht allgemeingültig, aber sie lassen eine gewisse Tendenz erkennen. Und diese Tendenz geht eindeutig in Richtung Kontaktanzeigen und Partnersuche im Internet. Schon vor einigen Jahren war das zu erkennen – und mit der Zeit wächst diese Tendenz immer mehr heran. Und waren es vor 2 oder 3 Jahren noch die jüngeren Singles und Abenteuerlustigen, die online via Kontaktanzeigen nach Partnern suchten, so findet sich jetzt auch die reifere Generation dort ein. Da ist allerdings schon an den Kontaktanzeigen zu merken, dass besonders Menschen über 40 ein weit höheres Niveau der Kontaktaufnahme über Kontaktanzeigen anstreben.

 
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